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Familienbett ... Ja oder Nein?

Familienbett, ja oder nein? Diese Frage muss jeder für sich selbst entscheiden, wenn der Familienzuwachs unterwegs ist. Das Wichtigste ist, dass man sich mit der getroffenen Entscheidung wohlfühlt und es einem egal ist, was andere sagen. Wir haben ein Weilchen gebraucht, um die für uns perfekte Lösung zu finden. Wie der Weg dahin aussah, lest ihr hier:


Vorstellungen in der Schwangerschaft

Wir haben ein wenig länger gebraucht, bis wir die Schlaflösung für uns gefunden haben, mit der es uns allen gut geht. Deshalb hole ich ein wenig weiter aus und fange mal in der Schwangerschaft an.  

Mit den Babyvorbereitungen gehörte ich im Gegensatz zu manch Anderen zu den Spätzündern. Ich bin da  ein bisschen abergläubisch und dachte immer, nicht das doch noch was schief geht. Ich weiß, eine Eigenschaft, an der ich arbeiten muss ;-)

Zum Ende der Schwangerschaft hat mich dann aber auch der Nestbautrieb gepackt und das Kinderzimmer wurde eingerichtet, Wickelkommode. Girlande, Schrank, Krabbeldecke, Teppich ... alles was dazugehört.

 

Das Babybett wollte ich in unserem Schlafzimmer haben, denn ich wollte unseren kleinen Mausebären nah bei uns haben. Außerdem stellte ich es mir praktisch vor, wenn ich nachts stillen müsste, dass ich nicht noch die Treppe runter flitzen, sondern einfach Baby raus, stillen und weiterschlafen könnte. Am liebsten hätte ich ein Beistellbett gehabt, aber das passte leider nicht, da unser Schlafzimmer unter dem Dach ist und die Schrägen nicht viel Platz neben unserem Bett lassen. Soweit die Theorie.


Oft kommt es anders als man denkt

Was wir nicht bedacht hatten war, das es unter dem Dach auch schon im Mai relativ warm werden kann. Und wie alle Mamas hat man die Punkte im Hinterkopf die das Risiko für den plötzlichen Kindstod steigern. Dazu gehört auch, dass die optimale Raumtemperatur zwischen 16° und 18° liegen sollte. Bei uns wurden schnell die 27° erreicht und somit zogen wir mit Sack und Pack auf die Schlafcouch ins Wohnzimmer eine Etage tiefer. Unser Mausebär schlief dann zunächst im Laufstall (natürlich mit Matratze) direkt neben uns. Ich weiß nicht mehr warum, aber eine Nacht stellten wir den Laufstall in ihr Zimmer. Wir schliefen alle sehr gut und so wurde das Babybett oben abgebaut und fand im Kinderzimmer seinen Platz. So kam es das Mausebär mit sechs Wochen im eigenen Zimmer schlief. Ihr könnt mir glauben, leicht viel mir das nicht, aber zunächst schliefen wir alle besser. 

Dann kamen die ersten Zähne, was bei uns meist mit einer Bronchitis einherging und das hieß für mich entweder 20x in der Nacht die Treppe runter und wieder rauf oder auf einer Matratze vor dem Babybett schlafen. Nach einigen Nächten ohne Schlaf entschied ich mich fürs Letztere. 

 

Die Krankheitsphasen dauerten seine Zeit und so gewöhnte sich unsere Kleine sehr an die Nähe in der Nacht. Und nicht nur unser Mausebär ;-) 

Damit wir wieder alle zusammen schlafen konnten, bauten wir kurzerhand das Babybett wieder ab und legten unsere zwei Matratzen auf den Boden im Kinderzimmer. Dies war für uns zunächst die beste Lösung, da unser Mausebär so bei uns schlafen konnte und ich keine Angst haben musste, dass sie aus dem Bett fällt. 

Die für uns perfekte Lösung

Im September ging es dann in unseren wohl verdienten Urlaub, ins Ostallgäu. Mausebär und ich fuhren eine Woche mit Oma und Opa vor und diese Zeit nutzte mein Mann, um das perfekte Familienbett für uns zu bauen. 

Dazu kaufte er ein neues Babybett bei Aldi-Süd und passte es genau an die Schrägen in unserem Schlafzimmer an. Seit ca. vier Monaten schlummern wir jetzt in unserem ganz eigenen Familienbett und ich ärgere mich wirklich sehr, dass wir es nicht von Anfang an so gelöst haben. 

Ich merke wie sehr unsere Kleine die Nähe geniest. Seitdem sind unsere Nächte ruhiger, entspannter und wir morgens fitter. 

Natürlich wird oben die Wärme im Sommer bleiben, aber jetzt ist unsere kleine Maus ja auch schon etwas größer. Wenn es uns zu warm wird ziehen wir so lange wieder auf die Schlafcouch. Das wird jetzt für sie bestimmt ein großes Abenteuer. 

Wenn ihr noch mehr zum Thema Familienbett lesen möchtet, kann ich euch folgende Links empfehlen: 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Janina (Samstag, 13 Januar 2018 17:39)

    Ein sehr schöner Artikel! Wir schlafen auch im Familienbett und fühlen uns damit sehr wohl.
    Liebe Grüße
    Janina
    von Rabenkind & Lausebengel